Hammelburger-Album

Cornelia und Michael Mence

Hirschenberger's Genisa war der Name einer Sonderausstellung im November 2008 in der Herrenmühle. Genisa ist der hebräische Begriff für ein Versteck oder einen Aufbewahrungsort. In der Ausstellung waren Fundobjekte aus dem ehemaligen Privathaus der Familie Hirschenberger in Westheim zu sehen. Die erhaltenen schriftlichen Dokumente, Postkarten, Briefe, Rechnungen, Notizbücher, Zeitungsartikel, Broschüren und Notenblätter geben einen Überblick über das Leben der Familie Hirschenberger und reichen bis in das Jahr 1746 zurück.


Aus der Sektion: Private Angelegenheiten der Familie Hirschenberger


Die Familie Hirschenberger lebte nachweislich seit Ende des 17. Jahrhunderts in Westheim. Die Genisa wurde im Anwesen Paulstraße 9 entdeckt und die Fundobjekte beziehen sich zum größten Teil auf die Familien von Benjamin und Arnold Hirschenberger. Das Geschäft der Hirschenbergers bediente sowohl die Kundschaft in Westheim selbst, als auch weitverstreute Kunden und Handelsfirmen im Umland. Dies setzte eine ständige Verkaufstätigkeit im Geschäft vor Ort und eine intensive Betreuung im Außendienst voraus. Benjamin Hirschenberger war von 1891 bis zu seinem Tod 1904 Vorstand der israelitischen Gemeinde, außerdem Mitglied im Gemeinderat und Mitbegründer der freiwilligen Feuerwehr. Sein Sohn Arnold fiel 1918 im 1. Weltkrieg. Seine Witwe Helene, die die drei kleinen Kinder Bruno, Fränzi und Lotte zu versorgen hatte, führte das etablierte Handelsgeschäft bis 1936 weiter und war auch im Israelitischen Frauenverein aktiv. Helene Hirschenberger sowie ihre Kinder flohen in den späten 1930er Jahren nach Palästina.

Lotte Kochba geb. Hirschenberger am 16.08.1915 Das Bild zeigt sie im Kibbuz KV Yavne Kvutzat ca. 1940

Lotte Kochba geb. Hirschenberger am 16.08.1915
Das Bild zeigt sie im Kibbuz KV Yavne Kvutzat ca. 1940
(Archiv Mence)








Schulheft für deutsch – Johanna Hirschenberger  Westheim 1896 /1897
Schulheft für deutsch – Johanna Hirschenberger
Westheim 1896 /1897
(Archiv Mence)







Die EicheSeite aus dem Schulheft von Johanna Hirschenberger
1. Name & Gattung. Die Eiche ist ein Waldbaum & gehört zu den Laubholzarten........
2. Beschaffenheit. Sie hat sehr starke Wurzeln, die sich in der Erde weit ver.......... Dadurch
erhält sie einen festen Stand. Der Stamm ist dick, .........sind knorrig, die Rinde ist rauh,
& die Blätter sind.......

(Archiv Mence)
 

aus dem Heft
aus dem Heft "Die jüdischen Colonien Palästinas – Eine ausführliche statistische und historische Beschreibung sämtlicher jüdischer Colonien im heiligen Lande"

(Archiv Mence)







Aus der Sektion: Geschäftsleben der Familie Hirschenberger


Gebundenes Notizbuch aus Leder von 1830; Einzelquittungen, Notizen über Einnahmen und Ausgaben,  Bestellungen,  Vereinbarungen, Kalkulationen
Gebundenes Notizbuch aus Leder von 1830; Einzelquittungen, Notizen über Einnahmen und Ausgaben, Bestellungen, Vereinbarungen, Kalkulationen
(Archiv Mence)




Rechnungsbögen von Hammelburger Geschäftsleuten an die Firma Hirschenberger:

Rechnungsbögen von Hammelburger Geschäftsleuten an die Firma Hirschenberger alt

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(alle Archiv Mence)



Aus der Sektion: Anliegen der israelitischen Kultusgemeinde

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"Der Israelit" Nr. 45 09. November 1933
Das traditionell orientierte und bedeutendste publizistische Organ des deutschen orthodoxen Judentums von 1860 – 1933.
(Archiv Mence)








Aufruf zu Almosen für das allgemeine Augenhospital

Aufruf zu Almosen für das allgemeine Augenhospital "Pokeach Iwrim" in Israel, zum Auslegen in der Synagoge
(Archiv Mence)











Kassenbuch der israelitischen Gemeinde in Westheim, geführt von Benjamin Hirschenberger 1877 – 1884 (zum Übertragen ins Hauptbuch)Kassenbuch der israelitischen Gemeinde in Westheim, geführt von Benjamin Hirschenberger 1877 – 1884 (zum Übertragen ins Hauptbuch)
(Archiv Mence)











(Alle Photos aus dem Ausstellungskatalog "Hirschenberger's Genisa" ISBN 978-3-00-025815-2)