Hammelburger-Album

Warum feiert der Verein 2011 „50 Jahre Stadtkapelle Hammelburg“?

Die Lösung ist in der Person von Otto Zeier zu sehen und in der kontinuierlichen Fortsetzung seines Lebenswerkes.

Diese erwähnte langjährige, ja Jahrhunderte alte musikalische Tradition lag am Anfang der 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts  weitgehend in den Händen der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hammelburg. Dort gab es zu dieser Zeit einen Spielmannszug und dieser sollte erweitert werden. Otto Zeier und einigen Vereinsmitgliedern gelang es,  den Vorstand zu überzeugen, dass es sinnvoller wäre, eine Blaskapelle zu gründen.
Die Generalversammlung der Feuerwehr stimmte am 23. April 1961 dem Beschluss des Vorstandes zu und beauftragte Otto Zeier, der zum damaligen Zeitpunkt noch gar kein Mitglied der Feuerwehr war, mit dem Aufbau und der Leitung einer Blaskapelle.
Otto Zeier muss dies jedoch schon länger im Kopf gehabt haben und auch schon entsprechende Planungen und Gespräche geführt haben, denn bereits 4 Tage später, am 27. April 1961 fand in der Gaststätte „Zum Hirschen“ die erste Probe mit 14 Musikern aus Hammelburg, Fuchsstadt, Pfaffenhausen, Untererthal und Westheim statt.
Genau eine Woche nach der ersten Probe fand am „Florianstag 1961“, am 4. Mai, der erste öffentliche Auftritt statt.
Die anfänglichen Proben in der Gaststätte „Zum Hirschen“ wurden in das Schützenhaus im Liebenthal verlegt und die Kapelle gewann auch außerhalb der Stadt Anerkennung und Freunde.
Es gab bereits im Gründungsjahr kein Fest in der näheren oder weiteren Umgebung ohne den Hammelburger Musikzug, wie die Kapelle damals hieß.
1961 Die Feuerwehrkapelle in FrankenbrunnEines dieser Feste, war das Feuerwehrfest in Frankenbrunn. Von diesem Ereignis ist noch ein Bild der mittlerweile 20 Mann starken Kapelle vorhanden. Von diesen Musikern der ersten Stunde leben nur noch Winfried Breun und Toni Müller.
Auch ein Musiker der sprichwörtlich „zweiten Stunde“ lebt heute noch, es ist Hermann Karollus, er stieß wenige Wochen später, im Sommer 1961 zur Kapelle.


Feuerwehruniform-Winfried-BreunDer Vorstand der Feuerwehr stattete damals die Musiker bereits mit einer Uniform aus. Um notwendige Anschaffungen für den Musikzug machen zu können, hielt die Feuerwehr Wiesen- und Sommernachtsfeste auf dem Gelände der ehemaligen Badschule ab.
In den Jahren 1962 und 1963 setzte sich diese Entwicklung fort. Es verging fast kein Fest in Hammelburg, der näheren und weiteren Umgebung ohne den Musikzug der Feuerwehr. Otto Zeier und die Musiker hatten dadurch ständig Kontakt zu anderen Kapellen und verfolgen deren Entwicklung. Dabei entstanden auch die ersten kameradschaftlichen Verbindungen zur Stadtkapelle Münnerstadt, unserer späteren Patenkapelle.
Es kam zum Beitritt in den Nordbayerischen Musikbund.
Die Jahre 1964 und 1965 waren geprägt von den Besuchen von Musikfesten, Wertungsspielen und beharrlichem Proben.


1965 Landesmusikfest in ErlangenEin erster größerer musikalischer Erfolg war die Teilnahme im Jahre 1965 am 2. Bayerischen Landesmusikfest in Erlangen.
Bei internationaler Beteiligung erreichte der Musikzug in der Oberstufe beim Konzertwettbewerb einen 1. Rang und im Marschwettbewerb einen 1. Rang mit Auszeichnung.


Das erste Herbstkonzert wurde 1964 gegeben. Diese Tradition setzen wir bis heute fort.
1966 Musikzug in Tracht1966 Musikzug in Uniform1965 wurde das erste Frühjahrskonzert der Kapelle in der Landwirtschaftsschule gegeben. Auch das setzen wir bis heute fort. Das erste Bockbierfest, das bis 1979 fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Stadt Hammelburg war, fand Ende Oktober 1965 statt. Hierbei präsentierte sich der Musikzug erstmals in Trachtenweste und Hut.


1966 JugendkapelleOtto Zeier begann 1965 mit dem Aufbau einer Jugendkapelle. In den folgenden sechs Jahren wurden insgesamt 50 jugendliche Musiker ausgebildet.

1966 BlaesertreffenDie erste Großveranstaltung fand 1966, also 5 Jahre nach Gründung statt.
Wir richteten ein Bläsertreffen im Rahmen der 1250-Jahrfeier der Stadt Hammelburg aus. Ein farbenprächtiger Festzug mit 32 Kapellen zog durch die Straßen der Stadt. Über 1000 Musiker vereinigten sich zum Gemeinschaftschor auf dem Marktplatz und begeisterten viele tausend Zuhörer.