Hammelburger-Album

 

Schuljahr 1918 - 19

 

1.) 1918 1. Mai

wie 1913 -14

 

2.) 1918 3. Mai

Lehrerinnen:

M. Hereswida Schmid, O.S.F f. d. Oberkl. seit 1. Sept. 1917;

M. Demetria Riedlechner, O.S.F f. d. M. seit 1. Mai 1910;

M. Eunomia Beck, O.S.F f. d. Unterkl. seit 15. April 1918;

M. Rosa                                                 seit 13. Febr. 1918

M. Fides Wenig, O.S.F Arbeitslehr. f. d. Oberkl.

Schülerzahl im Mai 1918

a. Volkshauptschule:

          Vorbereitungskl. Mädch.

          Unterkl.       2. Schuljahr

                              3. “              

          Mittelkl.      4. “              

                              5. “              

          Oberkl.        6. “              

                              7. “       

                                                   [Alle Zahlen fehlen.]

b) Berufsfortbildungsschule:

                              1. Schuljahr

                              2. “              

                              3. “   

                                                   [Alle Zahlen fehlen.]

3.) 1918 1. Mai

Der immer größere Mangel an Arbeitskräften macht auch heuer wieder dieHilfe der Schulkinder nötig. Der Unterricht ist darum für die oberen 4 Jahrgänge auf den Vormittag von 8 – 12 h festgesetzt. Nachmittag ist frei.

 

4.) 1918 7. Juni

Wir sammelten Tee für die Soldaten!

 

5.) 1918 10. Juni

Beginn der Heuernte.

Der Unterricht in allen Klassen – die Vorbereitungskl. ausgenommen –  ist Früh von 8 – 10 h. Die übrige Zeit steht für Erntearbeit zur Verfügung.

 

1918 10. Juni

Unterricht wieder von 8 – 12 h

Ferien!

Am 21. August (sic!) beginnen die Ferien. Sie dauern bis 19. August.

 

Unterricht!

1918 19. Aug.

Am 19. August beginnt wieder die Schule.

 

1918 Sept.

Kartoffelferien vom 15. bis 30. Sept.

 

1918 19. Aug.

Knabenschule.

M. Wenefrida Greser beginnt wieder den Unterricht in der Unterklasse der Knaben.

Mädchenschule:

M. Othildis hat wieder die Vorbereitungsklasse.

M. Rosa wird nach Augsb. versetzt.

 

1918 1. Okt.

D. Unterricht beginnt wieder.

M. Othildis Maag wird nach Ottobeuren versetzt. An ihre Stelle tritt M. Narzissa Söldner.

Brennessel!

An den freien Nachmittagen sammelten die Kinder, welche daheim nicht benötigt waren, Brennesseln, die im Lagerhaus abgeliefert wurden.

[Das Lagerhaus war die „Baywa“ in der Fuldaer Straße hinter dem Bahnhof. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Supermarkt.]

 

1918 1. Okt.

Bucheckern!

An die Schulen ging die Anforderung Bucheckern zu sammeln. An einigen Nachmittagen gingen die Schüler u. Schülerinnen aller Klassen, soweit sie zuhause nicht benötigt wurden, in den Fuchsstädter Wald unter Beaufsichtigung der Lehrpersonen. Der Erlös betrug 171 M. welcher den einzelnen Kindern ausbezahlt wurde.

 

1918    Okt.

Weinlese Ferien

Vom 17. - 25. Okt.

 

1918    Dez.

Wechsel!

M Wenefrida Greser wird von der Aushilfe in der Knabenschule befreit, da dort H. Lehrer Kolb die Stelle übernimmt.

 

[1919] 1. Jan.

Schulaufsicht!

Den neuen Verordnungen gemäß ist Herr Hauptlehrer Ungemach der stellvertretende Distriktsschulinspektor. Dieser übernimmt bis zur endgültigen Regelung zunächst die  Fortführung des Schulbetriebs u. der Verwaltungsgeschäfte an Stelle der bisherigen Distriktsschulinspektoren.

Die bisherigen Befugnisse des Lokalinspektors verteilen sich. Sie gehen über teils auf den alleinstehenden oder geschäftsführenden Lehrer teils auf die Distriktsschulbehörde. Der geschäftsführende (dienstälteste) Lehrer nimmt sich um die Wahrung der Hausordnung, die Verwaltung jener Einrichtungen, die zwei oder mehreren Schulabteilungen dienen, u. um die Erledigung des dienstlichen Schriftverkehrs verantwortlich an.

Die Sorge für die Ordnung in den äußeren Schulverhältnissen obliegt jedem Lehrer für seine Schule oder Schulabteilung.

 

[1919] 19. Febr.

Schluß- und Entlassungsprüfung.

Es wird angeordnet, dass für das laufende Schuljahr an allen Volkshauptschulen u. Volksfortbildungsschulen die vorgeschriebenen Prüfungen nicht abgehalten werden. Die Zeugnisse sind von jenen Lehrkräften auszustellen, deren Schule die zu entlassenden Schüler zuletzt angehört haben. Dabei sind im Fleiße, Betragen u. in den Leistungen die Jahresnoten einzutragen. Die Zeugnisse sind vom ausstellenden Lehrer zu unterschreiben u. vom Magistrat mit dem gemeindlichen Dienstsiegel zu beglaubigen.